„Nachricht“ über grosse Distanz

Autor: Walter Bolinger

Unsere Familie (meine Frau Erica, unsere beiden Kinder damals 14 und 12 und ich) hat damals in Bandung, Indonesien gewohnt. Unser Familien-Hobby waren sonntägliche Vulkanwanderungen, von denen es in Java etliche hat, und wir waren an diesem Juni-Abend glücklich nach einem spannenden Tag heimgekehrt.

Wir bereiteten das Abendessen vor, als meine Frau plötzlich stöhnte und sagte ihr sei schlecht sie könne kaum mehr stehen. Sie legte sich hin, hatte sehr kalt, wie einen Schüttelfrost-Anfall. Obwohl Malaria in unserer Gegend kaum verbreitet war tippten wir auf diese Möglichkeit. Nach einem Tee fühlte sie sich etwas besser, blieb aber im Bett, da sie noch immer sehr schwach war.

Ca. 3 Stunden nach diesem Vorfall erhielten wir einen Anruf aus der Schweiz. Ericas Bruder Ulrich war mit dem Fallschirm tödlich verunglückt. Mit der Zeitdifferenz von 5h entsprach der Zusammenbruch von Erica dem Todeszeitpunkt ihres Bruders.

Erwähnenswert ist das fast symbiotische Verhältnis, das die beiden Geschwister hatten. Ulrich war auf den Tag genau ein Jahr jünger als Erica, er besprach immer all seine Probleme mit ihr, da die Familienverhältnisse nicht ganz einfach waren.

Ich hatte vor langer Zeit von einem Versuch gelesen, bei dem eine junge Katze in einem U-Boot getötet wurde und gleichzeitig bei dessen Katzen-Mutter in einem Labor an Land die Hirnströme gemessen wurden. Diese reagierten stark im Moment, als ihr Kleines getötet wurde.

Die Verschränkungstheorie ist eine mögliche Erklärung für solche Phänomene, interessant wäre aber mehr über die Kriterien zu wissen, die nötig sind, dass solche Phänomene beobachtet werden können.

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